Klinische Prüfungen der Phase I - IV –
daacro Stresstests

Stresstest in der Arzneimittelforschung: ein pharmakodynamischer Prädiktor in der Entwicklung anxiolytischer Wirkstoffe

Der Organismus verfügt über verschiedene Systeme, um sich an mentale oder körperliche Belastungen anzupassen. Bedeutsam sind vor allem die Aktivierung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HHNA) und des autonomen Nervensystems. Eine Entgleisung der Anpassungsreaktion ist ein zentrales Element bei der Entstehung von Angsterkrankungen, Depression und somatoformen Störungen.

Der Trier Social Stress Test (TSST) hat sich hier als besonders valides Protokoll bei der Provokation psychosozialer Belastungen etabliert. Der TSST liefert eine Palette von reliablen psychischen und biologischen Outcome-Maßnahmen und eignet sich daher vorzüglich zur Ermittlung der Wirkprofile anxiolytischer oder antidepressiver Substanzen. Bei der Entwicklung von Anxiolytika kann hier bereits in der Phase I der TSST als pharmakodynamisches Kriterium in klinische Prüfungen integriert werden.


Literaturbeispiel:

Fries, Hellhammer & Hellhammmer (2006). Attenuation of hypothalamic-pituitary-adrenal axis responsivity to the Trier Social Stress Test by the benzodiazepine alprazolam. PNEC 31, 1278-1288.


Klinische Studien für valide Health Claims von Nahrungsergänzungsmitteln

Seit 2007 gilt in allen Ländern der Europäischen Union: gesundheitsbezogene Angaben von Lebensmitteln unterliegen hohen Anforderungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).

Dies regelt die Health Claims Verordnung und hier heißt es, dass alle gesundheitsbezogenen Angaben ausdrücklich zugelassen werden müssen, so auch positive Wirkung auf Stimmung und Entspannung, Konzentration, Gedächtnis, Intelligenz oder Schlafverhalten. Häufig sind Effekte von Nahrungsergänzungsmitteln auf die Gesundheit eher klein. Daher ist es besonders wichtig eine geeignete Studienpopulation in genau zu berechnender Gruppengröße auszuwählen und Messverfahren einzusetzen, die sensitiv und valide die erwarteten Effekte erfassen können.


Erfolgreiche Anwendung des Stresstests in Studien für Haut und Haare

Viele von uns wissen es: starker und chronischer Stress hinterlassen Spuren bei Haut und Haaren. Will man die Wirkmechanismen erkennen, um gezielte Interventionen zu entwickelt, kann unser Stresstest entscheidende Hinweise geben.

Doppelblinde, Placebo-kontrollierte, randomisierte Studien decken hier Effekte von Stresswahrnehmung und entsprechend ausgewählten Biomarken auf.


Literaturbeispiel:

Martin, Hellhammer, Hero, Max, Schult, Terstegen (2011). Effective prevention of stress-induced sweating and axillary malodor formation in teenagers. International Journal for Cosmetic Science. 


Studien zu Stress bezogenen Gesundheitsstörungen

Bei vielen Krankheiten weiß man es, bei anderen vermutet man es: Stress spielt bei der Ätiologie und Pathogenese eine bedeutende Rolle.

Mit neuropattern™ wurde in Trier ein modernes und einfach durchzuführendes Verfahren entwickelt, mit welchem Stresseffekte auf Gesundheitsstörungen auf modernstem Wissensstand abgeklärt werden können.