neuropatternâ„¢ in der Gesundheitsvorsorge
In der Stressforschung beobachtet man immer wieder ein Phänomen: Die eigene Einschätzung der Belastung durch Stress und die Signale, die der Körper sendet, stimmen nicht überein.
Das heißt konkret, eine Person meint möglicherweise besonders belastet durch Stress zu sein, obwohl die Messung der gängigen Stresshormone (ACTH, Cortisol) dies nicht signalisieren. Umgekehrt, und möglicherweise viel gefährlicher, fühlen sich manche Menschen wohltuend belastet, obwohl der Körper bereits Warnsignale aussendet.
Man kann sich daher nicht auf die subjektive Einschätzung verlassen, wenn es um die Frage geht, ob man zukünftigen Belastungen gewachsen ist. Nicht selten müssen Lehrer, Pflegepersonal, Polizisten oder Manager erfahren, dass ihre Gesundheit unter dauerhaften Anforderungen beeinträchtigt ist, wenn sie bereits mitten im Beruf sind. Mit Neuropattern kann man frühzeitig erkennen, ob diese Risiken bestehen. So kann man rechtzeitig vorsorgen, wenn man seine Gesundheit nicht aufs Spiel setzen will.
Warum kann neuropattern™ dieses Risiko besser einschätzen als Sie selbst? In der Stressforschung kennt man das "Kovariationsproblem". Es bedeutet, dass das subjektive Stressempfinden und die körperliche Stressreaktion unabhängig voneinander sind. Das heißt, dass die Freisetzung schädigender Stresshormone und Nervensignale nicht bewusst erlebt wird. So verfügen wir natürlich auch nicht über Erfahrung, ob Stress unser Herz-Kreislaufsystem oder Fortpflanzungsfunktionen schädigt, oder Fettansammlung, Diabetes, Osteoporose oder Verdauungsprobleme fördert.
neuropattern™ umgeht das Kovarianzproblem, indem es gezielt die Aktivitäten der neuroendokrinen Schaltstellen messen möchte, über die Stress auf Körperfunktionen einwirkt. Geprüft wird hierbei nicht nur, ob aktuelle Veränderungen vorliegen, sondern auch ob für zukünftige Veränderungen dieser Hirnsysteme genetische oder erworbene Risiken bestehen. neuropattern™ möchte so eine frühzeitige Prognose erlauben, ob solche Risiken bestehen.
Entsprechende klinische Studien sind für diesen Bereich in Planung.


